Wie gehe ich richtig mit Hunden um?

 

 

Signale richtig deuten

Schwanzwedeln bedeutet Freude? Das muss nicht stimmen, denn Hunde wedeln auch mit dem Schwanz, wenn sie aufgeregt oder angespannt sind. Wer seinen Hund gut kennt und ihn genau beobachtet, kann das meist gut unterscheiden.

 

 

Auch Hunde können eifersüchtig sein

Im Cottbuser Fall (wer kennt ihn nicht) war häufig die Rede von Eifersucht. Im Falle eines Hundes muss man sich das so vorstellen: Das Tier lebt in einem Rudel und hat seinen Platz in der Rangordnung. Wird ein neues Mitglied aufgenommen, kann ein Hund "eifersüchtig" reagieren und versuchen, seinen Rang zu verteidigen. Deshalb raten Hunde-Experten, den Hund frühzeitig an das neue Familienmitglied zu gewöhnen und ihn beispielsweise noch vor der Geburt am Kinderwagen schnuppern zu lassen.

 

 

Bedrohliche Situation entschärfen

Wenn der Hund im Kampf um Aufmerksamkeit ein Drohverhalten gegenüber neuen Familienmitgliedern zeigt, zum Beispiel Kindern, sollte die Situation sofort entschärft werden. Um einen Angriff zu vermeiden, sollte das Tier zunächst isoliert werden. Ein Hundetrainer kann helfen, derartige Situationen in den Griff zu bekommen.

 

 

Was tun, wenn ein Hund mich angreift?

Kommt ein Hund auf Sie zugestürmt, ist es am besten, sofort stehen zu bleiben und direkten Blickkontakt zu vermeiden. Der Grund dafür ist einfach: Hunde stammen vom Wolf ab. Da sie wie diese zu den Hetzjägern gehören, sehen sie das Wegrennen als Flucht ihrer Beute an und rennen hinterher. Auch sollte man Hunden nicht in die Augen starren, da sie dies als Angriff deuten können.

 

 

 

 

 

Den Hund fordern   -   so bleibt der Auslauf interessant

 

 

Langeweile auch ohne Leine

 

Viele Hund-Mensch-Teams gehen zwar zu zweit – aber deshalb noch lange nicht miteinander – spazieren. In der Regel widmet sich jeder seinen Angelegenheiten: Der Hund schnüffelt, jagt Hasen oder spielt mit anderen Hunden, während der Mensch sich ebenfalls unterhält. Wer die Bindung zu seinem Hund (und damit übrigens auch dessen Gehorsam) verbessern will, sollte den Spaziergang aktiv gestalten. 

 

 

 

„Hol den Ball“

 

 

Das Apportieren von Bällen und Stöcken gehört zu den beliebtesten Spielen zwischen Hund und Halter. Bauen Sie es in den Spaziergang ein. Tipp: Wenn Ihr Hund den Ball nicht immer zuverlässig zu Ihnen bringt, üben Sie das Apportieren zunächst an der Schleppleine. Sollte Ihr Hund einmal nicht kommen, können Sie ihn mit der Leine vorsichtig zu sich ziehen; belohnen Sie ihn dann, als wäre er von allein gekommen. Bald wird er verstehen, dass es sich lohnt den Ball zu bringen.

 

 

 

Versteckspiel

 

 

Suchspiele machen Hunden nicht nur Spaß, sie sind auch eine echte Denksportaufgabe. Bauen Sie solche Übungen daher in den Spaziergang ein. Sie können beispielsweise ein Leckerli unter einem Laubhaufen verstecken, und den Hund auffordern es zu suchen. Oder Sie verstecken sich selbst hinter einem Baum und rufen dann Ihren Hund. 

 

 

Bleib-Übungen

Geben Sie Ihrem Hund während des Spaziergangs kleine Aufgaben. Lassen Sie ihn beispielsweise „Sitz-Bleib“ machen und entfernen Sie sich einige Meter. Rufen Sie den Hund dann entweder zu sich oder gehen Sie wieder auf ihn zu. Für sein geduldiges Bleiben sollte er ausgiebig gelobt werden. 

 

 

Parcours-Spiele

 

 

Umgefallene Bäume, kleine Gräben oder große Steine sind hervorragende „Spielgeräte“ für Ihren Vierbeiner. Fordern Sie ihn beispielsweise auf, über einen Baumstamm zu springen, auf ihm zu balancieren oder unter etwas hindurch zu krabbeln. Vielleicht bietet es sich auch an, dass Sie mit ihm Slalom gehen. All das macht dem Hund Freude.

 

 

Neue Wege

Mal ehrlich: Auch Sie langweilen sich doch, wenn Sie dreimal täglich den gleichen Weg gehen, oder? Ihrem Hund geht es nicht anders. Wagen Sie sich daher ruhig mal auf andere Gassi-Routen. Nehmen Sie sich am Wochenende Zeit, eine Spazierstrecke zu wählen, die weiter entfernt liegt. Die Abwechslung wird Hund und Herrchen gut tun.

 

 

Hundewiesen

Viele Städte bieten so genannte Hundewiesen. Dort treffen sich verschiedene Hundebesitzer, um Ihre Hunde frei und miteinander laufen und spielen zu lassen. In der Gruppe toben, raufen und rennen die Vierbeiner um die Wette. Das macht Spaß und ist wichtig. Hunde brauchen soziale Kontakte zu ihren Artgenossen.

 

Warum Hunde Kot fressen

 

Der Hund ist lieb, kuschelig und des Menschen bester Freund. Wenn Hunde aber anfangen Kot und Gras zu fressen oder sich im toten Fisch zu wälzen, ist das für Herrchen befremdlich. Warum liebt der Vierbeiner Aas? Und ist das Fressen von Kot gar schädlich? Wir erklären was es mit unschönen Hunde-Eigenarten auf sich hat. 

 

Warum mögen Hunde Kot?

 

Das Rätsel um dieses eklige Geheimnis konnte von Wissenschaftlern bis heute nicht vollständig gelöst werden. Hündinnen, die geworfen haben, essen einige Tage lang die Ausscheidungen ihrer Welpen. Zudem werden ein Mineralstoffmangel und das Fehlen eines Enzyms für möglich gehalten. "Auch sind im Hundefutter Geschmacksverstärker enthalten, durch die Hunden der Kot schmeckt. Noch 'schmackhafter' ist der Kot jedoch, wenn er von Hunden kommt, die mit rohem Fleisch, Knochen und Gemüse gefüttert werden", meint Hundetrainerin Frauke Loup von der Hunde-Akademie Perdita Lübbe. Egal, woran das Kot-Fressen beim einzelnen Hund liegt, " Sicher ist, ist dass sich dieses Verhalten festigt, wenn der Hund einmal damit angefangen hat", so Loup.

 

Tabasco gegen das Kot-Fressen

 

Generell sollte Kot-Fressen dem Hund aus hygienischen Gründen abgewöhnt werden. Über die Ausscheidung können Wurmeier, Parasiten und Krankheitserreger übertragen werden. So unterschiedlich die Ursachen für das Kot-Fressen sein mögen, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten des Abgewöhnens. Generell macht ein betreutes Training mit Hund und Mensch in einer Hundeschule Sinn um die Ursache zu erkennen. Dann kann individuell darauf eingegangen werden. Viele Hunderatgeber nennen einen einfachen Trick, um dem Vierbeiner das Kot-Fressen abzugewöhnen: Ziehen Sie sich Gummihandschuhe an und präparieren Sie den Kot mit Tabasco, Senf oder Cayennepfeffer. Unangenehmerweise muss das Gewürz untergehoben werden - sonst funktioniert die Methode nicht.

 

Aas gilt als Duft

 

Das Wälzen in Aas ist eine sehr alte tierische Verhaltensweise, die auch bei Wölfen beobachtet wird. Für Hundehalter oftmals ein übel riechendes Ärgenis: "Tiere tun das, um ihren Geruch zu überdecken und weniger gut erkennbar für mögliche Feinde zu sein", so die Hundetrainerin. Zudem empfindet Bello den Geruch von Verwesung im Gegensatz zum Menschen als angenehm.

 

Gras gegen Verdauungsprobleme

 

Frisches Gras fressen Hunde wenn sie Magen-Darm-Probleme haben. Die grünen Stängel liefern Ballaststoffe, die die Verdauung anregen. Außerdem lässt eine gewisse Menge den Hund erbrechen. Scharfkantige Gegenstände wie Knochen finden so wieder ihren Weg aus dem Körper. Jedoch führt das Grasfressen nicht bei jedem Hund zu Erbrechen. Wenn Ihr Hund anfängt, das Grün zu fressen, müssen sie sich nicht zwangsläufig um seinen Magen sorgen. "Es ist sinnvoll zu prüfen, warum der Hund das macht, vor allem wenn es ausgesprochen häufig der Fall ist", so Loup. Dann kann auch eine ernsthafte Krankheit schuld am Verhalten des Hundes sein und ein Tierarzt sollte aufgesucht werden.

 

 

 

 

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